Montag, 29. März 2010

Aufruf zur Tübinger Mayday-Parade 2010

Freitag, 30. April 2010, 18:30 Uhr, Tübingen, Holzmarkt

Er oder Wir!
Wir wollen den Kapitalismus lieben, aber wir schaffen’s einfach nicht!


Manchmal muss man einfach eine Entscheidung treffen! Er oder Wir! Wir sind an einem solchen Punkt. Aufgewachsen im Kapitalismus, mögen wir ihn nicht mehr leiden. Denn wir wissen, was uns an diesem Leben stört: Frieden, Gesundheit, Bildung, Freundschaften.... alles ist mit dem Marktprinzip verknüpft. Unser ganzes Leben müssen wir dem Ausbilden unserer Arbeitskraft verschreiben – unserer employability! Und wehe, Du kannst nicht mehr. Oder wehe, der Markt braucht Dich nicht mehr! Oder wehe, die Welt packt das nicht mehr!

Die ökologische, die soziale, die pazifistische und demokratische Krise, die überall auf der Welt besteht und sich mit der Finanzkrise weiter ausbreitet hat eine Ursache: den Kapitalismus. Wir wollen nicht mehr, dass Menschen an Europas Außengrenzen ertrinken, irgendwo verhungern und in Armut leben. Wir hassen die steigende Armut hier; den Abbau von Bildung und Sozialleistungen; den zunehmenden Bürgerrechtsabbau und Überwachung,mit der Staat und Politik auf die kapitalistische Krise reagieren. Die Banken und Finanzmärkte, scheinbar gerettet, produzieren die nächste dicke Blase mit billigem Geld des Gemeinwesens. Die Kommunen, Kitas, Bildung, Gesundheit...alles was wir für ein gutes Leben benötigen, steht vor dem finanziellen Kollaps und wird für immer weniger Menschen verfügbar. Die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen wird aufgrund von Profitinteressen nicht aufgehalten (siehe Klimakonferenzen). Immer mehr Menschen werden ausgeschlossen. Hetzkampagnen gegen Arbeitslose, AusländerInnen und von der Norm Abweichende sollen unsere Wut und Angst umlenken und eine steuerbares Kollektiv formen. Genauso, wie die Rede von der unmoralischen Gier einzelner Verantwortungsloser. Doch es ist das System, das vor die Wand fährt. Trotzdem sitzen wir nicht alle im selben Boot (schon gar nicht in einem nationalen) und viele werden für den Erhalt dieses menschenverachtenden Systems mit allen Mitteln gegen uns kämpfen. Denn sie besitzen die Macht über ökonomisches, kulturelles und symbolisches Kapital. Denn wir leben nicht in einem Märchen mit guten Herrschern.

Wir machen eine Party und sagen der Kröte Kapitalismus: You can kiss my ass, honey! Wir sind zwar alle bunt, individuell und unterschiedlicher Ansicht in der Analyse und in den Konzepten, wie ein demokratisch organisiertes Leben ohne Kapitalismus erreicht werden kann. Aber wir wollen uns miteinander zeigen, unsere Ideen präsentieren, uns solidarisch darüber austauschen. Wir wollen die Verhältnisse zum Tanzen bringen und alle einladen, sich mit uns gegen die Zumutungen des Kapitalismus zu stellen. Schluss mit dem Denkverbot, mit dem „Ende der Geschichte“ und der bürgerlichen Ideologie, dass Demokratie zwangsläufig mit Kapitalismus verbunden sein muss! Denn wir wissen inzwischen, dass wir keine andere Wahl haben. Entweder versaut der Kapitalismus uns das Leben und ruiniert diese Welt, oder wir wehren uns gegen ihn! Er oder Wir!

Vielleicht statt Küssen einfach mal an die Wand werfen!

Mayday Parade Tübingen 2010

Die Verhältnisse zum Tanzen bringen

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